Zeitumstellung 2021: Und die Abschaffung?

Am Sonntag ist es auch dieses Jahr wieder soweit: Die Uhr wird auf die Sommerzeit umgestellt. Am Sonntag, 28. März wird die Uhr von Zwei Uhr nachts auf Drei Uhr vorgestellt. Aber war da nicht mal was mit einer Abschaffung dieser Zeitumstellung ?

1980 wurde die Zeitumstellung in Deutschland eingeführt und zweimal im Jahr ereilt sie uns. Neben der Normal- oder Winterzeit, gibt es in Deutschland auch die Sommerzeit, die jetzt Ende März bevorsteht. 

Warum wird die Zeit überhaupt umgestellt?

Ein Grund war die Ölkrise in den 1970er-Jahren. Der ursprüngliche Grund für die Zeitumstellung ist die Annahme, dass durch die Einführung von Sommerzeit und Winterzeit das Tageslicht besser genutzt und Energie gespart werden kann. Schon 1916 wurde die Sommerzeit eingeführt, bis sie in der Weimarer Republik wieder abgeschafft wurde. So blieb bis Ende der 1930er-Jahren in Deutschland die Mitteleuropäische Zeit. Doch als dann der Krieg begann, wurde wieder umgeschwenkt:  Die gewonnene Stunde an Tageslicht sollte die Arbeitszeit verlängern. Nach Kriegsende gab es allerdings mehrere weitere Wechsel im Umgang mit der Sommerzeit. Und dann kam die Ölkrise, welche endgültig dafür sorgte, dass die Sommerzeit eingeführt wurde. 

Neben der Ölkrise gab es einen weiteren Grund für die Umstellung: Viele weitere europäische Länder hatten die regelmäßige Zeitumstellung bereits eingeführt. Europaweit gilt die Regelung seit den 90ern.

Die Zeitumstellung sollte doch abgeschafft werden, oder?

Eigentlich sollte Ende 2021 Schluss mit dem Uhrendrehen sein. So hatte es zumindest das EU-Parlament beschlossen. Aber noch ist nichts passiert. Ständig kommt es zu Diskussionen, wie sinnvoll oder unsinnig die Zeitumstellung ist. Schon 2019 hat das EU-Parlament beschlossen, dass in diesem Jahr Schluss damit sein soll. Auch wegen der Corona-Pandemie, die nun wichtiger Themen aufweist, soll noch nichts passiert sein. 
 
In einer EU-weiten Abstimmung hatten 2018 bereits 84 Prozent der Teilnehmer für die Abschaffung der Zeitumstellung gestimmt. Deutschland befürwortet die Sommerzeit als Dauerlösung. Die „Normalzeit“ bei uns ist übrigens die Winterzeit.
 
Die EU ist wie ein riesiges Gebilde mit einer Kernzeitzone, die von Polen bis Spanien reicht. Je weiter nach Osten, desto weiter vorangeschritten ist der Tag – denn im Osten geht die Sonne auf. Herrscht Winterzeit, also unsere Normalzeit, beginnt in Polen im Juli bereits gegen drei Uhr nachts der Tag, während es in Spanien noch dunkel ist. Es ist also gar nicht so einfach, eine einheitliche Zeit europaweit festzulegen. 
 
Ob die Zeitumstellung nun wirklich Ende des Jahres abgeschaffen wird, werden wir wohl irgendwann erfahren. Fakt ist: Am Sonntag, 28. März müssen wir unsere Uhren wieder eine Stunde vorstellen. Das Gute: Wir bekommen wieder eine Stunde länger Tageslicht am Abend.A

Die Autorin

Jule

Jule

Jule ist nicht nur leidenschaftliche Tanztrainerin, sondern auch begeisterter Fußballfan. Solltest du sie mal suchen, findest du sie garantiert auf dem Sportplatz. Zur Zeit studiert sie Ressortjournalismus und ist bei uns in der Onlineredaktion fleißig am werkeln.

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