Wunderkerzen auf Torte: Schön und giftig?

Das Highlight jeder „Das Traumschiff“-Folge: Die Schiffscrew marschiert in den gefüllten Speisesaal, auf den Armen tragen sie die üppigsten Nachspeisen – bestickt mit brennenden Wunderkerzen! Ein Traum jedes Partygastes, jedes Geburtstagskindes und jeder Braut. Doch ist es nicht ungesund, die sprühenden Funken auf dem Essen zu haben? 

Die beliebten Wunderkerzen bringen nicht nur Kinderaugen zum Funkeln. Auch Erwachsene sind nicht abgeneigt, den Funkelzauber beispielsweise auf einem Geburtstagskuchen oder gar der Hochzeitstorte anzubringen.

Doch der beliebte Funkenzauber gehört nicht auf den Kuchen für den Kindergeburtstag, warnt das Infocenter der R+V Versicherung. Durch das Funkensprühen können giftige Stoffe auf die Torte rieseln, wie Bariumnitrat. Der Stoff Bariumnitrat wird vor allem in der Pyrotechnik und in Wunderkerzen verarbeitet und sorgt für eine grüne und sehr helle Flamme.

Bariumnitrat wird zum Beispiel in den Knochen, der Lunge und der Muskulatur gespeichert und kann in Extremfällen zu Muskelkrämpfen führen. Es erhöht außerdem den Blutdruck und kann in hohen Dosen Herzrhythmusstörungen, Atemnot, Schwindel und Angst verursachen. Besonders für Asthmatiker ist das gefährlich. Greifen Kinder bei der Torte mit den Wunderkerzen drauf ordentlich zu, können sie auch unter Durchfall und Erbrechen leiden.

TIPP:

Wer nicht auf Wunderkerzen bei der Party verzichten möchte, sollte die besser im Freien und ohne Torte anzünden. Alternativ findet man im Fachhandel lebensmittelechte Wunderkerzen. Diese können Feiernde gefahrlos auf Lebensmitteln abbrennen.

Die Autorin

Jule

Jule

Jule ist nicht nur leidenschaftliche Tanztrainerin, sondern auch begeisterter Fußballfan. Solltest du sie mal suchen, findest du sie garantiert auf dem Sportplatz. Zur Zeit studiert sie Ressortjournalismus und ist bei uns in der Onlineredaktion fleißig am werkeln.

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