Woher kommt die Redewendung: „Jemandem einen Bärendienst erweisen“?

Helene aus Ulm-Söflingen möchte wissen, woher die Redewendung  „jemandem einen Bärendienst erweisen“ kommt.

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    Woher kommt die Redewendung: „Jemandem einen Bärendienst erweisen“? Jule

 

Wenn man jemandem einen Bärendienst erweist, dann meint man es ja eigentlich gut, schadet der Person aber mehr als dass man ihr nutzt. Dabei spielt Meister Petz bei der Herleitung der Redewendung eine buchstäblich tragende Rolle.

 

Der gemeine Bär, den mancher Politiker gern weit weg sehen würde wird auch in vielen alten Volkserzählungen und Fabeln als tollpatschig und geistig bissel behäbig dargestellt. Dabei haben wir die Redensart vom Bärendienst einer in vielen europäischen Ländern bekannten Geschichte zu verdanken. Die stammt vom französischen Fabeldichter Jean de la Fontaine (1621 bis 1695) und heißt „Der Bär und der Gartenfreund“. In dem Gschichtle freunden sich ein Mann und ein Bär an und kümmern sich herzallerliebst umeinander. Als der Mann sich eines Tages zum Mittagsschlaf hinlegt, wird er von ner Fliege belästigt. Gutmütig wie er ist, möchte ihm sein pelziger Freund helfen, versagt aber beim Fliegeverscheuchen kläglich. Das macht ihn so sauer, dass er sich genötigt sieht, zu drastischeren Mitteln zu greifen. Er packt einen großen Stein, zielt kurz und platsch! ist die Fliege Matsch. Leider trifft das auch auf den Kopf seines Freundes zu, auf dem die Fliege gerade saß.

 

Weil er ihm einen Bärendienst erweisen wollte,  hat er dem armen Mann also versehentlich geschadet, obwohl er ihm eigentlich nur helfen wollte

 

 

Jule

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