Woher kommt die Redewendung: das geht auf keine Kuhhaut?

Heike aus Pliningen hat uns geschrieben und eine Frage an den anna.FM Schlaumeier: Mein Freund kam neulich nach Hause und hat sich furchtbar aufgeregt. Er meinte dann: Das geht ja auf keine Kuhhaut! Da habe ich mich gefragt, woher die Redewendung eigentlich kommt?

 

 

Wie so häufig bei Redewendungen und Sprüchen ist auch hier nicht ganz klar, woher diese eigentlich kommt.

Eine mögliche Erklärung geht zurück auf die antike Sage von der phönizische Prinzessin. Die hat den Herrscher über Karthago um Stück Land gebeten. Sein Angebot: Dido bekommt soviel Land, wie man mit einem Stück Kuhhaut umspannen kann. Die Dido war aber ein schlaues Mädel und hat die Kuhhaut in hauchdünne Streifen geschnitten. Dafür gab es dann einen guten Batzen Land.

Eine andere Herleitung geht zurück auf Aberglaube in spätem Mittelalter. Damals wurde auf Pergament statt Papier geschrieben. Das Pergament wurde üblicherweise aus Schafshaut hergestellt. Damals haben die Leute geglaubt, dass der Teufel über sämtliche ihrer Sünden Buch führt und jeden Fehltritt auf eben jenem Pergament verewigt. Bei den ganz schlimmen Bengel und Bengelinen hat aber die Kalbs- oder Schafshaut nicht ausgereicht, um alles aufzuschreiben. Deshalb musste der Teufel eine Kuhhaut verwenden. Manchmal waren aber eben diese knapp 4 Quadratmeter immer noch  nicht genug und darum gingen all die Sünden und schlechten Dinge auf keine Kuhhaut.

Die Autorin

Lara

Lara

Lara ist Volontärin bei anna.FM und macht nach ihrem Studium eine zweijährige Ausbildung in unserer Onlineredaktion. Sie lebt am Puls der Internet-Zeit. Wegen ihr haben sich inzwischen schon Slangwörter wie „Sheesh“ und „Okurr“ in den Sprachgebrauch der Redaktion geschlichen. Wenn ihr auf anna.FM durch Themen wie den Schlaumeier stöbert oder auf unsere Facebook- & Instagramseite schaut, habt ihr es meistens mit ihrer Arbeit zu tun.

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