Warum sind alle gute Dinge drei?

Angelina aus Schemmerberg schreibt:

Hallo Marcus, ich hab gestern wieder was gehört, was mich stutzig gemacht hat. Eine Kollegin im Büro hat von ihrem Mann und seinen Freunden erzählt. Sie meinte dann nur, dass ja aller guten Dinge drei sind. Da hab ich mich gefragt, woher das eigentlich kommt.

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    Warum sind alle gute Dinge drei? Jule

 

Ja Angelina, die Zahl drei hat schon seit Ewigkeiten in vielen Kulturen ne wichtige Bedeutung. So gibt’s in der Bibel ja zum Beispiel die Heiligen Drei Könige. Allerdings kommen die drei guten Dinge, um die wir uns jetzt kümmern, nicht aus der Bibel, sondern aus dem Rechtswesen.

Bei den alten Germanen gab es neben Volks-, und Heeresversammlungen auch Gerichtsversammlungen. Die wurden dreimal im Jahr abgehalten und hatten von den  damaligen Damen und Herren den schönen Namen „Thing“ verpasst bekommen. Ein Angeklagter hatte genau 3 Chancen, beim Thing zu erscheinen. Ist er auch beim dritten Mal nicht erschienen, konnte er trotzdem verurteilt werden.

Der Spruch hieß also ursprünglich „Aller guten Thinge sind drei“. Wegen diverser Sprachwandel wurde aus dem harten „T“ aber irgendwann ein weiches „D“ und drum begnügen wir uns mittlerweile mit den drei Dingen.

Jule

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