Streaming Tipp: Happy Feet

Kleine Hunde – knuffig! Kleine Katzen – süß! Und kleine Pinguine, die nicht nur singen sondern auch noch steppen können und mit ihren kleinen Knopfaugen putzig in die Kamera schauen? Das haben sich vermutlich auch die Produzenten des Films „Happy Feet“ gedacht.

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Wer jetzt aber denkt, dass das wieder so ein typischer Kinderfilm ist hat falsch gedacht! Mad Max Regisseur George Miller hat darin nämlich eine bitter böse Satire versteckt. Mumble Happy Feet ist kein gewöhnlicher Pinguin. Statt wie alle anderen eine unfassbar gute Stimme zu haben und dadurch eine Partnerin zu finden, kann er „nur“ richtig gut steppen. Das kommt vor allem bei den ältesten nicht gut an und als dann auch noch die Fischbestände weniger werden, ist der Schuldige bald gefunden: Mumble. Er wird aus der Herde verbannt, findet aber bald neue Freunde. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem Grund für die verschwundenen Fische.

 

Die Pinguine, die sind süß – ja, sie sind auch lustig. Aber vor allem sind sie dazu da, um uns Menschen den Spiegel vor zu halten. Obwohl „Happy Feet“ vordergründig ein Kinderfilm zu sein scheint, ist er teilweise sehr düster und actionreich und vor allem im letzten Drittel eine beißende Gesellschaftskritik. Die Pinguine sind hier nämlich ein gleichgeschalteter Haufen Nachläufer, die ohne nachzudenken ihrem Führer folgen. Dabei gilt: nur wer gläubig, beziehungsweise religiös ist, der ist willkommen. Alle die anders sind – in diesem Fall Mumble – werden verbannt und als gotteslästerlich ausgeschlossen. Den Kids bleibt diese Interpretation vermutlich verschlossen, aber für uns Erwachsene gibt es viele solcher Ideen, die den Film eben zu mehr machen als nur einen süßen Kinderfilm.

 

Ansonsten ist Happy Feet schmissig inszeniert, die Songs sind neu arrangiert, ein paar richtig gute Gags sind auch mit dabei. Für die ganz kleinen vielleicht nicht geeignet aber die Kids ab acht Jahren werden auf jedem Fall ihren Spaß daran haben, samt ihren Eltern.

Der Trailer

Christin

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