So verschwendest Du nie wieder Lebensmittel!

Lebensmittelverschwendung ist schon lange ein großes Problem in unserer Gesellschaft geworden. Das Traurige daran: Oft werden Lebensmittel entsorgt, die eigentlich noch zum Verzehr geeignet sind.

 

Nicht nur Gastronomien haben täglich damit zu kämpfen. Auch in privaten Haushalten wandern noch essbare Lebensmittel viel zu schnell in den Müll. So wirft laut WWF jeder von uns ca. 216 Kilogramm Nahrung im Jahr weg. Auf uns alle gerechnet sind das etwa 18 Millionen Tonnen. Überproduktionen und Überangebote beschleunigen das Ganze. Dem können wir jedoch auch gezielt entgegenwirken.

Das können wir gegen Lebensmittelverschwendung tun:

Beim Einkaufen lohnt es sich auch, zu dem Obst und Gemüse zu greifen, das Schönheitsfehler aufweist. Denn normal verlassen wir uns beim Einkauf auf unsere Augen, um nicht versehentlich verdorbene Ware zu erwischen. Doch eine krumme Gurke oder ein nicht perfekt runder Apfel schmecken genauso gut, wie die nahezu perfekt aussehenden. Einige Unternehmen bieten solches Obst und Gemüse mittlerweile schon als Abo-Boxen an, die dann regelmäßig zu einem nach Hause geliefert werden.

 

Eine vorherige Planung des Wocheneinkaufs kann ebenfalls verhindern, dass wir zu viel wegschmeißen. Dazu sollte man regelmäßig kontrollieren, was man noch da hat und was man noch braucht. So läuft man nicht Gefahr etwas zu kaufen, was man eigentlich noch Zuhause in der hintersten Ecke im Schrank hat. Frische Lebensmittel sollte man eher weniger kaufen als trockene. Wer über mehrere Tage frische Lebensmittel braucht, sollte lieber zwei oder drei Tage später noch einmal einkaufen gehen.

 

Auch aus Resten lässt sich oft etwas leckeres zaubern. Wer keine Lust hat, mehrere Tage hintereinander dasselbe zu essen, kann hier richtig kreativ werden. Es gibt aber auch viele Tipps von anderen aus dem Netz, die regelmäßig aus übrig gebliebenem Essen etwas neues zaubern.

 

Dinge die auch oft weggeschmissen werden: Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum. Dieses wird noch oft mit dem Verzehrdatum verwechselt. Denn das Verzehrdatum findet man hauptsächlich auf Fisch- und Fleischwaren. Bis zu dem angegebenen Datum kann das Produkt ohne Bedenken verzehrt werden. Nach Ablauf sollte man hier jedoch aufpassen. Denn dann könnten sich Bakterien gebildet haben, die beim Verzehr gesundheitsschädlich werden können. Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums hingegen leidet beim Produkt höchstens die Qualität oder die Konsistenz. Grundsätzlich kann man wie folgt vor gehen, wenn man sich doch nicht ganz sicher ist: Riecht das Produkt komisch? Hat sich etwas an der Farbe geändert? Wenn nicht, kann man das Produkt häufig noch unbedenklich verzehren.

 

Viele Supermärkte bieten auch die Möglichkeit, Lebensmittel vor der Mülltonne zu retten. Wird das MHD bei einem Produkt bald erreicht, kommt es in den meisten Märkten in eine extra Truhe. Auf diese Produkte bekommt man meistens noch ordentlich Rabatt. Jedoch sollte man auch hier nur zuschlagen, wenn man das Produkt auch verbrauchen kann. Auch die App „Too Good to go“ hilft, weniger Lebensmittel zu verschwenden. Hier werden Bäckereien, Metzgereien und Restaurants angezeigt, die noch was übrig haben. Das bekommt man dann auch oft deutlich günstiger.

Christin

Christin

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