Foto: Symbolbild / Adobe Stock / Kzenon

So schützt ihr eure Vierbeiner richtig vor Kälte

Bei den aktuell eisigen Temperaturen brauchen auch unsere Haustiere draußen Schutz vor der Kälte. Obwohl die meisten Tiere niedrige Temperaturen besser vertragen, als ihre Besitzer denken, können Tierfreunde Vorkehrungen treffen, damit ihre Lieblinge gut und gesund über die kalten Wintertage kommen.

Tiere sollten selbst entscheiden können

Hunde und Katzen sollten im Idealfall selbst entscheiden können, wie oft und wie lange sie sich im Kalten aufhalten. Katzenbesitzer sollten daher darauf achten, dass Freigänger-Katzen jederzeit wieder zurück ins Haus kommen können. „Im Idealfall hat man eine Katzenklappe, damit die Katze wie sie will herein und herausgehen kann“, erklärt Lea Schmitz vom Tierschutzbund. Katzenhalter, die keine Katzenklappe haben, sollten der Katze draußen einen geschützten Ort, etwa eine Thermohütte, zur Verfügung stellen.

Für Hunde gilt: lieber kurz und oft

Mit Hunden sollte man eher kürzer und dafür öfter spazieren gehen und nach Hause zurückkehren, wenn das Tier anfängt zu zittern. Kleidung für Hunde ist in der Regel überflüssig, weil das Fell vor Kälte schützt. Ausnahmen können kranke Hunde oder Tiere mit kurzem bzw. lichtem Fell sein. Bei ihnen könnt ihr auf einen Mantel oder Pullover zurückgreifen. „Die Kleidung sollte aber gut sitzen und den Hund bei seiner Bewegungsfreiheit nicht einschränken“, stellt Schmitz klar. Eine ablehnende Haltung hat sie gegenüber Schuhen oder Socken für Hunde. „Das ist nur etwas, das vom Tierarzt angeordnet wird, zum Beispiel wenn eine Verletzung an der Pfote vorliegt“, erklärt sie. Hundebesitzer sollten nach dem Gassigehen die Hundepfoten außerdem mit lauwarmem Wasser abspülen. Das Streusalz von der Straße reizt die Pfötchen und kann zu Entzündungen führen. Wenn der Hund Salz von den Pfoten leckt, kann das außerdem zu Übelkeit und Durchfall führen. „Das Streusalz enthält manchmal auch Alkohol, der zu einer Vergiftung und sogar zum Tod des geliebten Haustieres führen kann“, warnt Schmitz.

Kleintiere brauchen ebenfalls Unterschlupf

Auch Kaninchen und Meerschweinchen, die eigentlich ganzjährig draußen leben, sollten die Möglichkeit haben, sich in einen frostfreien Unterschlupf zurückzuziehen. Schutzhütten sollten aus mindestens 15 Millimeter dickem Holz bestehen oder mit Styropor oder einem anderen Dämmmaterial ausgekleidet sein. Der Halter sollte die Hütte mit Zeitungspapier, Stroh oder Heu gut isolieren und dieses regelmäßig austauschen, damit das Innere stets trocken ist. In sehr kalten Nächten hilft zusätzlich ein untergelegtes Wärmekissen. Auch das Trinkwasser sollte regelmäßig kontrolliert und ausgewechselt werden, damit es nicht einfriert. Wichtig ist, die Kleintiere auch im Winter nicht auf zu engem Raum einzusperren, sondern ihnen die Möglichkeit zu bieten, im Freien herumzuspringen, um fit zu bleiben. Kranke Kaninchen und Meerschweinchen sollten im Winter allerdings nach drinnen.

Die Autorin

Cynthia

Cynthia

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