Schnarchnasen: So schlaft ihr ruhiger!

Mit dem Schnarchen haben wir alle unsere Erfahrungen: entweder, weil wir schon oft genug wegen einem lauten Bettnachbarn kein Auge zudrücken konnten – oder, weil wir eben selbst der Ursprung der unangenehmen Laute waren. Damit die Schnarchnasen unter uns ruhiger werden und auch bei bester Gesundheit bleiben, kann einiges getan werden.

 

Wegen der unerfreulichen Geräuschkulisse im Schlafzimmer bleibt den in ihrer Ruhe Gestörten oft nur dies: die Schnarchnase immer wieder wachzuboxen, oder aufzugeben und das Zimmer zu wechseln. Doch warum schnarchen manche von uns unaufhörlich? Dafür gibt es mehrere simple Gründe.

Schlaffer Rachen

Der Rachen ist wahrscheinlich nicht die Körperstelle, die wir mit Muskulatur in Verbindung bringen – aber die Rachenmuskulatur, genauer gesagt ihre Ausgeprägtheit, ist ausschlaggebend für unser Schlafverhalten. Es gibt einige Faktoren, die dazu führen können, dass die Rachenmuskulatur erschlafft. Dies bewirkt dann, dass Rachenzäpfchen und Gaumensegel im Rachen  beim Atmen zu flattern oder vibrieren anfangen. So wird das Schnarchgeräusch erzeugt.

Übergewicht

Übergewicht macht sich nicht nur am Bauch bemerkbar. Zusätzliches Fettgewebe kann den Rachenraum verengen. Die Atemluft hat nun weniger Platz auf ihrem Ein-und Ausweg, die Wahrscheinlichkeit, dass das Gewebe zu flattern anfängt, ist also höher. Deswegen wird Schnarchenden oft empfohlen, Sport zu treiben und abzunehmen.

Alkohol und Rauchen

Einer der vielen unangenehmen Nebeneffekte beim Konsum unserer Lieblingsdrogen Alkohol und Nikotin ist die erhöhte Möglichkeit, zum Schnarcher zu werden. Die Schleimhäute von Rauchern sind gereizt und schwellen dadurch an, verengen also den Rachenraum. Durch Alkoholkonsum wird die Muskulatur schlaffer, was den Rachenraum dann wieder verengt und Schnarchgeräusche somit begünstigt. Das Betrunkene schnarchen ist also kein Klischee – sondern wirklich wahr.

Warum Frauen Schnarchen

Bei Frauen kann es tatsächlich ganz andere Gründe für das Schnarchen geben: es kann nämlich auch hormonell bedingt sein. Frauen schnarchen in der Regel seltener – dies liegt daran, dass das Weiblichkeitshormon Östrogen für Straffheit sorgt. Im Zusammenspiel mit dem Hormon Östrogen wird das Glückshormon Serotonin angebaut, welches ein Erschlaffen des Gewebes verhindert. Mit Eintritt der Menopause werden die beiden Hormone weniger angebaut. Daher wird das Gewebe schlaffer – und die Schnarchgeräusche wahrscheinlich schon bald hörbar.

Übrigens schnarchen Schwangere auch öfter, denn durch das zusätzliche Gewicht wird das Gewebe im Rachen dicker. Außerdem wird in der Schwangerschaft das Gewebe elastischer, um den Geburtszugang zu erleichtern.

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