Frühlingsfitter Garten: Das kannst du tun

Mit den ersten wärmeren Tagen erwacht auch die Natur aus ihrem Winterschlaf. Schon jetzt sieht man vereinzelt Schnee- und Hasenglöckchen. Die Pflanzen tanken frische Energie und eins ist klar: Der Frühling ist da und mit ihm der Tatendrang. Damit der Garten für den Frühling top vorbereitet ist, haben wir hier die sieben besten Tipps, mit denen euer Garten zum Hingucker wird. 

1. Bestandsaufnahme

Als gute Vorbereitung sollte man erst mal eine Runde durch den Garten drehen: Was hat den Winter überstanden, was muss raus? Aber nicht alles ist tot, was auf den ersten Blick kaputt aussieht. Bambus beispielsweise braucht lediglich viel Wasser, da er sich während dem Frost zusammenrollt.

Vielleicht kommen bei der Runde durch den Garten gleich ein paar Ideen, zum Beispiel ein Hochbeet, ein neuer Busch oder wie wärs mit einem ausgefallenen Blumenbeet? Hilfreich ist außerdem, sich jetzt schon um Schnecken und Unkraut zu kümmern, wenn man sich in den folgenden Monaten Arbeit sparen möchte. Übrigens: Es lohnt sich, sich im Voraus Gedanken zu machen, wo man was einpflanzen möchte, um am Ende einen harmonischen strukturierten Garten zu haben.

2. Zeit zum Ruhen

Für die Beete ist es wichtig, diese umzugraben falls, das nicht schon im Herbst geschehen ist. Vor allem bei schweren Böden mit einem hohem Lehmgehalt sollte man ausführlich die Erde glatt harken, Steine entfernen und Unkraut zupfen. Wenn man dem Boden etwas Gutes tun will, dann bietet sich ein Vertikutierer an, der den Boden mal richtig durchlüftet.

Nachdem man das Beet aufgepeppt hat, braucht dieses eine Ruhepause, damit wichtige Mikroorganismen wieder an die Erdoberfläche gelangen können. Lasst dem Beet also Zeit, bevor es neu bepflanz wird.

3. Die erste Aussaat

Eine erste Aussaat an Gemüse kann schon ab Anfang März in den umgegrabene Boden gestreut werden. Mit guter Blumenerde und genügend Abstand zwischen den Setzlingen, hat man in den Folgemonaten viel Freude an dem eigenen Gemüse. Das Gießen nicht vergessen!

Auch die ersten robusteren Blumen können eingepflanzt werden: Ringelblume, Jungfer im Grünen, Kornblume und das Schleierkraut packen die ersten Wochen im Frühling. Empfindlichere Pflanzen wie Sonnenblumen sollten vorerst auf dem Fenstersims geparkt werden. Auch hier auf genügend Wasser achten.

4. Zurückschneiden

Großgewachsene Stauden nehmen den umliegenden Pflanzen Licht und Raum und wachsen in den nächsten Monaten noch stärker. Deswegen kann ruhig großzügig abgeschnitten werden. Ein großer Wachstum und eine reiche Ernte ist die Folge von Zurückschneiden.

Aber Achtung: Obstbäume sollten erst nach der Frostzeit geschnitten werden, da die sonst entstehenden Wunden schlechter heilen. Anders als bei den Stauden entsteht bei Obstbäumen die Gefahr, dass man Knospen und Triebe zerstört, wenn man zu stark zurückschneidet.

5. Der Nutzgarten

Damit das Gemüse bei frostfreiem Wetter eingesäet werden kann, muss das Beet dafür vorbereitet werden. Dabei wird erst der Boden gelockert und Unkraut sowie Steine und Laub entfernt. Nach dem Düngen hilft eine dunkle Folie um den Boden durch Sonneneinstrahlung aufzuwärmen. Als Tipp: Die Erde am besten mit dem eigenen Kompost auffüllen.

Ein Jutetuch schützt Stauden, die frostempfindlich sind. Wärmebedürftiges Gemüse, wie Tomaten oder auch Paprika, zieht man besser noch auf der Fensterbank auf. Wenn man Zeit und Freude daran findet, kann man auch ein Tomatenhaus selber bauen.

6. Farbakzente setzen

Um den Garten zum Hingucker in der Nachbarschaft zu machen, kann man mit Frühblühern wunderschöne Farbakzente setzen. Gladiolen, Dahlien, Lilien, Tulpen, Iris, Stiefmütterchen, Krokusse, Mini-Narzisse oder Alpenveilchen können problemlos eingepflanzt werden. Als Faustregel sagt man, dass Pflanzzeit ist, wenn der Sauerkirsch im Garten blüht.

Pflanzen, die den Winter in Kübeln auf dem Balkon verbracht haben, sollte man erst Mitte Mai einpflanzen. Wenn man gern Rosen im Garten hat, dann lockert man im Frühjahr oft den Boden um zu einem späteren Zeitpunkt die Rosen einzupflanzen, denn sie mögen einen tiefen, lockeren Boden. Dafür gibt es spezielle Rosengabeln. Als Schnittregel gilt: Ein starker Rückschnitt im Frühling bewirkt einen starken Neutrieb aus wenigen, langen, kräftigen Trieben; ein schwacher Rückschnitt führt zu einem schwachen Neutrieb aus zahlreichen kurzen Trieben.

Und wenn man schon beim dekorieren des Gartens ist: Eine schöne Sitzecke oder Bank ist perfekt für die warmen Tage und wenn man sich selbst handwerklich ausprobiert, macht es noch mehr Spaß.

7. Faustregel: Umsetzen und Umtopfen

Faustregel beim Umsetzen: Die großen Gewächse nach hinten, die kleinen nach vorne. Dadurch bekommen alle genug Licht und Luft ab und gedeihen schön.

Topf- und Kübelpflanzen sollten im Frühjahr umgepflanzt werden, weil die Wurzeln mehr Platz brauchen. Wenn man merkt, dass auf der Erde eine weiße Bodenkruste entsteht, ist dies ein Zeichen zum Umtopfen. Als perfekten Zeitpunkt sollte man zwischen Ende März und Mitte April mit dem Umtopfen anfangen.

Die Autorin

Jule

Jule

Jule ist nicht nur leidenschaftliche Tanztrainerin, sondern auch begeisterter Fußballfan. Solltest du sie mal suchen, findest du sie garantiert auf dem Sportplatz. Zur Zeit studiert sie Ressortjournalismus und ist bei uns in der Onlineredaktion fleißig am werkeln.

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