Fasten: Warum nicht nur der Verzicht auf Essen gut tut

Am Aschermittwoch endet der Fasching und es beginnt die Fastenzeit. Egal ob christlich oder nicht: Viele Menschen nutzen die 40 Tage vor Ostern, um auf bestimmte Dinge zu verzichten. 

 

Ob auf Schokolade, Alkohol oder Fleisch – die meisten Menschen verzichten in der Fastenzeit auf bestimmte Genussmittel. Dabei muss man es nicht unbedingt als Verzicht sehen, denn Fasten kann durchaus gut tun! Vor allem für den Körper kann die Zeit von Vorteil sein. Die Energiezufuhr vorübergehend zu drosseln, um neue Energie zu gewinnen – das ist kein Widerspruch. Im Gegenteil: Unser Körper kommt mit dem Fasten besser zurecht, als mit ständiger Nahrungszufuhr. Es ist evolutionäre bedingt, dass wir regelmäßig Nahrung zu uns nehmen. Wer eine Zeit lang auf Essen verzichtet, gönnt seinem Körper sozusagen eine wohlverdiente Pause vom anstrengenden Dauerstress der Nahrungsverarbeitung und Verdauung.

Der Begriff Fasten wird als „Freiwilliger Verzicht auf auf feste Nahrung und Genussmittel für begrenzte Zeit“ definiert. Therapeutisches Fasten ist eine Möglichkeit für Menschen mit bestimmten Krankheitsbildern, ihre Gesundheit zu verbessern. Therapeutisches Fasten findet unter ärztlicher Begleitung statt, meist stationär in einer Klinik. Mit Fasten ist allermeist Heilfasten gemeint. Das Heilfasten dauert zwischen fünf und zehn Tagen und wirkt wie eine Art Großputz im Körper: Der Stoffwechsel stellt sich um, der Körper entschlackt, und der ganze Organismus regeneriert und erholt sich. Achtung: Jojo-Effekt! Wer beim Fasten abnehmen möchte, sollte vorsichtig sein. Zwar purzeln die Pfunde relativ schnell, nach dem Ende der Fastenkur sind sie aber oft genauso schnell wieder da. Aber unabhängig davon, kann jeder Mensch in Eigenregie auf bestimmte Dinge fasten. Wir haben für Euch Ideen gesammelt, die nicht den Fasten-Standards entsprechen, aber euch trotzdem gut tun können!

Versuch doch, in den 40 Tagen deinen Plastikmüll auf ein Minimum zu reduzieren – vorausgesetzt, du machst das nicht ohnehin schon. Weniger Müll macht nicht nur dich glücklich, sondern auch unsere Umwelt.

Lass dein Auto stehen! Versuche alle möglichen Wege zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Auch kann man auf Aufzüge verzichten und Treppen gehen. Hauptsache, man bewegt sich bei jeder Möglichkeit. Das tut dem Körper gut.

Lege negative Denk- und Verhaltensmuster ab. Meist ist das im Alltag nicht ganz so einfach. Aber für den inneren Frieden und die Laune tut das mit Sicherheit gut.

In der heutigen Zeit ist das unvorstellbar und für viele sehr schwierig – aber machbar! Versuche in der Fastenzeit das Smartphone außer Sicht- und Hörweite zu legen. Leg dir Zeiträume fest in denen du deine Social-Media-Kanäle oder die Mails checkst. Auch auf das Fernsehen kann verzichtet werden. Versuche stattdessen Nachrichten im Radio zu hören oder in der Zeitung zu lesen. Am Abend ist ein Buch zu lesen eine erholsame Alternative.

Um sich richtig erholen zu können, ist ausgewogener Schlaf sehr wichtig. Versuche, wenn möglich, früher schlafen zu gehen. Dann wird der darauffolgende Tag auch gleich entspannter.

Ist es wirklich nötig, sich jeden Tag die Haare zu waschen oder jeden Tag die Waschmaschine laufen zu lassen? Nein. Versuche möglichst nur dann Wasser zu nutzen, wenn es auch wirklich nötig ist. Auch mit Strom kann man das machen.

Die Autorin

Jule

Jule

Jule ist nicht nur leidenschaftliche Tanztrainerin, sondern auch begeisterter Fußballfan. Solltest du sie mal suchen, findest du sie garantiert auf dem Sportplatz. Zur Zeit studiert sie Ressortjournalismus und ist bei uns in der Onlineredaktion fleißig am werkeln.

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